Deutsche Neuro-Akademie https://neuroathletik-training.de/ Die Ausbildung für Physiotherapeuten & Personal Trainer – Neuroathletik Training Sun, 15 Jun 2025 14:27:59 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://neuroathletik-training.de/wp-content/uploads/2022/07/DANP-Favicon.png Deutsche Neuro-Akademie https://neuroathletik-training.de/ 32 32 Mehr als nur scharf sehen: Die 9 Säulen deiner Sehfähigkeit https://neuroathletik-training.de/sehfaehigkeit-neurotraining Sun, 15 Jun 2025 14:26:48 +0000 https://neuroathletik-training.de/?p=11780 Warum Sehfähigkeit mehr ist als nur Sehschärfe Die meisten Menschen verbinden gutes Sehen ausschließlich mit Sehschärfe – also der Fähigkeit, Objekte in der Ferne oder Nähe klar zu erkennen. Doch das ist so nicht ganz korrekt. Eine wirklich gute Sehfähigkeit umfasst viele weitere Aspekte, die dein Gehirn und dein gesamtes Nervensystem beeinflussen. Die

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Warum Sehfähigkeit mehr ist als nur Sehschärfe

Die meisten Menschen verbinden gutes Sehen ausschließlich mit Sehschärfe – also der Fähigkeit, Objekte in der Ferne oder Nähe klar zu erkennen. Doch das ist so nicht ganz korrekt. Eine wirklich gute Sehfähigkeit umfasst viele weitere Aspekte, die dein Gehirn und dein gesamtes Nervensystem beeinflussen.

Die Sehtests bei Augenärzte und Optiker beziehen sich meist nur auf statische Sehschärfe – also darauf, ob du stillstehend eine unbewegliche Zahlentafel lesen kannst. Doch dein Sehen findet im echten Leben, nicht in einem statischen Umfeld statt.

Dein Sehvermögen entscheidet darüber, wie sicher du dich bewegst, wie gut du dich im Raum orientieren kannst und sogar, wie leistungsfähig dein Gehirn arbeitet. In diesem Artikel lernst du die neun wichtigsten visuellen Fähigkeiten kennen und erfährst, wie du diese Sehfähigkeiten trainieren kannst.

1. Sehschärfe – Die Basis, aber nicht alles

Sehschärfe ist natürlich wichtig. Sie beschreibt, wie klar du ein Objekt erkennen kannst, wenn es stillsteht und du dich nicht bewegst. Doch in der Realität bewegen sich deine Augen ständig und auch deine Umgebung ist selten statisch.

Warum Sehschärfe allein nicht reicht:

  • Ein klassischer Sehtest überprüft nur, ob du unbewegliche Objekte (Zahlen, Buchstaben, Kreise, Symbole) aus einer festen Position erkennst.
  • Bewegte Objekte oder dynamische Sehprozesse im Alltag (z. B. Autofahren, Sport, schnelle Blickwechsel) werden dabei nicht berücksichtigt.
  • Selbst wenn deine Sehtests beim Optiker oder Augenarzt gut ausfallen, kannst du Defizite in anderen Sehfähigkeiten haben, die deine Sehleistung beeinflussen.

Trainingstipp Sehschärfe: Eine Rasterbrille (auch Lochbrille genannt) kann helfen, deine Sehschärfe kurzfristig zu verbessern, indem sie visuelle Reize an das Gehirn reduziert.

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2. Peripheres Sehen – Dein Radar für die Umgebung

Das periphere Sehen umfasst alles, was außerhalb deines direkten Fokusbereichs liegt. Es ist entscheidend für deine räumliche Wahrnehmung, Sicherheit im Straßenverkehr und die allgemeine Bewegungskoordination.

Warum ist peripheres Sehen so wichtig?

  • Ein eingeschränktes Peripheres Sichtfeld führt zu Unsicherheiten in der Bewegung und schlechter Orientierung.
  • Menschen mit schwachem peripheren Sehen neigen zu „Tunnelblick“ unter Stress.
  • Ein schlechtes peripheres Sehen kann das Risiko für Stürze und Unfälle erhöhen.

Trainingstipp peripheres Sehen: Fixiere einen Punkt vor dir und versuche, bewusst Objekte in deinem seitlichen Blickfeld wahrzunehmen, ohne deinen Kopf oder deine Augen direkt zu bewegen.

Mehr zum peripheren Sichtfeld erfährst du in diesem YouTube Video (klick).

3. Akkommodation – Anpassungsfähigkeit deiner Linse

Deine Augenlinse muss sich ständig anpassen, wenn du von einem nahen zu einem fernen Objekt wechselst. Diese Anpassungsfähigkeit wird durch Bildschirmarbeit und einseitige Nutzung der Augen oft eingeschränkt.

Was passiert, wenn die Akkommodation nachlässt?

  • Schwierigkeiten beim schnellen Umschalten zwischen Nah- und Fernsicht (z. B. beim Wechsel vom Tacho zur Straße).
  • Ermüdung und Kopfschmerzen nach langer Bildschirmzeit.
  • Probleme beim Lesen von Kleingedrucktem oder Erkennen von Gesichtern aus der Ferne.

Trainingstipp Akkomodation: Wechsle bewusst zwischen Nah- und Fernsicht. Halte z. B. einen Stift nah vor dein Gesicht und schau dann auf einen Punkt in der Ferne – wechsle diesen Fokus merhfach.

4. Blickstabilisierung – Dein innerer Bildstabilisator

Deine Augen müssen in der Lage sein, sich auf einen Punkt zu fixieren, selbst wenn du dich bewegst oder äußere Störungen auftreten. Ohne stabile Fixation kommt es zu verschwommenem Sehen, Gleichgewichtsproblemen und Unruhe.

Warum Blickstabilisierung entscheidend ist:

  • Ohne Blickstabilisierung kann dein Gehirn kein klares Bild erzeugen.
  • Unruhige Augenbewegungen führen zu visueller Unsicherheit.
  • Besonders wichtig für Bildschirmarbeit und Sportarten mit schnellen Bewegungen.

Trainingstipp Blickstabilisierung: Halte deinen Blick für 20 Sekunden ruhig auf einen festen Punkt. Übe die Blickfixierung in verschiedenen Richtungenen.

5. Augenfolgebewegungen – Bewegende Objekte verfolgen

Wenn du ein fahrendes Auto oder einen Ball beobachtest, müssen deine Augen dem Objekt fließend folgen können. Dieses visuelle Tracking ist entscheidend für viele Sportarten (insbesondere Ballsportarten), Autofahren und Alltagsbewegungen.

Warum Folgebewegungen wichtig sind:

  • Verbessert Reaktionsfähigkeit und Hand-Auge-Koordination.
  • Erhöht Sicherheit im Straßenverkehr und in dynamischen Umgebungen, wie auf einem Spielfeld.

Trainingstipp Blickverfolgung: Verfolge mit den Augen einen Stift oder einen Ball, den du langsam vor dir hin und her bewegst.

6. Blicksprünge (Sakkaden) – Schnelles Wechseln zwischen Punkten

Beim Lesen, Autofahren oder beim Sport springt dein Blick ständig zwischen verschiedenen Punkten hin und her. Wenn die Fähigkeit der Blicksprünge (auch Sakkaden genannt) eingeschränkt ist, kann es zu Leseschwierigkeiten, schlechter Orientierung oder verlangsamter Reaktionsfähigkeit kommen.

Warum Blicksprünge entscheidend sind:

  • Erhöhen Lesegeschwindigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit.
  • Helfen beim schnellen Erfassen von Informationen in dynamischen Umgebungen, wie einem Spielfeld oder dem Straßenverkehr.

Trainingstipp Blicksprünge: Fixiere zwei Punkte im Raum (z. B. zwei Stifte in deinen Händen) und springe mit den Augen schnell zwischen ihnen hin und her.

7. Binokulares Sehen – Zusammenarbeit beider Augen

Damit du räumlich sehen kannst, müssen deine beiden Augen perfekt zusammenarbeiten. Dies wird als binoukulares Sehen bezeichnet. Wenn dies nicht der Fall ist, können Doppelbilder, Schwindel und schlechte Tiefenwahrnehmung auftreten.

Wichtige Fakten für binokulares Sehen:

  • Ein schlechtes binokulares Sehen führt zu Problemen bei der Bewegungssicherheit.
  • Kann die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen.

Trainingstipp binolulares Sehen: Halte einen Stift nah vor deine Nase und entferne ihn langsam. Achte darauf, dass beide Augen dem Stift gleichmäßig folgen.

Eine Alternative ist das Training mit der Brock Schnur. Für mehr Informationen zur Brock Schnur, schau dir dafür dieses YouTube Video an (klick).

8. Tiefenwahrnehmung – Dein 3D-Sehen

Dein Gehirn kombiniert die Bilder beider Augen zu einem dreidimensionalen Bild. Ist die Fähigkeit der Tiefenwahrnehmung eingeschränkt, können Entfernungen schlecht eingeschätzt werden.

Typische Probleme bei einer schlechten Tiefenwahrnehmung:

  • Schwierigkeiten beim Einparken.
  • Probleme, einen Ball zu fangen.

Trainingstipp Tiefenwahrnehmung: Versuche, mit einer Hand eine kleine Münze in eine Flasche zu werfen, während du mit beiden Augen zielst.

9. Vergenzbewegungen – Augen nach innen und außen führen

Das Zusammenspiel deiner Augenmuskulatur ermöglicht es dir, nahe oder entfernte Objekte zu fixieren. Eine schlechte Vergenz kann zu verschwommenem Sehen und Kopfschmerzen führen.

Trainingstipp Vergenz: Bringe einen Stift nah an deine Nase, bis du leicht schielst, dann entferne ihn langsam wieder.

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Gute Sehfähigkeit bedeutet weit mehr als nur scharf zu sehen. Wer sein komplettes visuelles System trainiert, verbessert nicht nur seine Sehqualität, sondern auch seine allgemeine Beweglichkeit, Konzentration und Sicherheit.

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Also – worauf wartest du? Starte jetzt mit uns dein Neuro-Training für bessere Sehfähigkeit und eine optimierte Gehirnfunktion!

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Blood Flow Restricted (BFR) Training https://neuroathletik-training.de/blutflussrestriktionstraining-effizientes-krafttraining-schmerzlinderung Mon, 16 Sep 2024 14:36:03 +0000 https://neuroathletik-training.de/?p=10639 Blood Flow Restricted Training (Deutsch Blutflussrestriktionstraining) und kurz BFRT oder auch bekannt als Okklusionstraining, ist eine leistungsstarke und effiziente Methode zum Muskelaufbau und zur Muskelhypertrophie, die schonend genug für Schmerzpatienten ist. Im Bereich Fitness und Rehabilitation kann das Blood Flow Restricted Training effizient die Muskelkraft verbessert und gleichzeitig das Verletzungsrisiko und die Beschwerden minimieren.

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Blood Flow Restricted Training (Deutsch Blutflussrestriktionstraining) und kurz BFRT oder auch bekannt als Okklusionstraining, ist eine leistungsstarke und effiziente Methode zum Muskelaufbau und zur Muskelhypertrophie, die schonend genug für Schmerzpatienten ist.

Im Bereich Fitness und Rehabilitation kann das Blood Flow Restricted Training effizient die Muskelkraft verbessert und gleichzeitig das Verletzungsrisiko und die Beschwerden minimieren. Eine Kombination, die einzigartig ist. Ursprünglich in Japan entwickelt und unter dem Namen “Kaatsu” bekannt, ist BFR eine vielseitige Trainingsmethode, die zur Rehabilitation, Schmerzlinderung und Stärkung der Muskulatur genutzt werden kann und somit für eine breite Zielgruppe geeignet ist. Dies schließt Personen mit schmerzbedingten Problemen, nach Verletzungen, Unfällen oder Operationen bis hin zu älteren Menschen ein.

Was ist Blutflussrestriktionstraining?

Blutflussrestriktionstraining umfasst die Verwendung von Bändern oder Manschetten, um den venösen Blutfluss in den Gliedmaßen während des Trainings teilweise zu reduzieren. Dies schafft eine einzigartige Trainingsumgebung, die das Muskelwachstum und die Kraft mit deutlich geringeren Gewichten als beim herkömmlichen Krafttraining fördert.

Ursprünge und Entwicklung

BFR wurde von Dr. Yoshiaki Sato in Japan entwickelt und unter dem Namen “Kaatsu” eingeführt. Im Laufe der Jahre hat es sich zu einem umfassenden Trainingssystem entwickelt, das auf vielfältige Weise umgesetzt werden kann. Diese Technik hat aufgrund ihrer Effizienz sowohl im Krafttraining als auch in der Rehabilitation an Bedeutung gewonnen.

Wie BFR funktioniert

Der primäre Mechanismus von BFR besteht darin, Bänder um die Gliedmaßen zu legen, um den venösen Blutfluss ohne vollständige Blockierung des arteriellen Blutflusses zu reduzieren. Diese Einschränkung führt zur Ansammlung von Stoffwechselabfällen, was wiederum das Muskelwachstum und die Kraftsteigerung selbst bei Übungen mit geringer Intensität stimuliert.

Vorteile des Blutflussrestriktionstrainings (BFRT)

Erhöhte Muskelhypertrophie

Einer der bemerkenswertesten Vorteile von BFRT ist seine Fähigkeit, signifikante Muskelhypertrophie mit geringen Lasten zu induzieren. Dies macht es zu einer hervorragenden Option für Personen, die aufgrund von Schmerzen, Verletzungen oder anderen Einschränkungen keine schweren Gewichte heben können.

Verbesserte Kraft

BFR-Training verbessert nicht nur die Muskelgröße, sondern trägt auch zu Kraftsteigerungen bei, die mit Methoden wie hochintensives Krafttrainings vergleichbar sind.

Schmerzlinderung

Für Menschen mit chronischen Schmerzen oder in der Rehabilitation bietet BFRT eine weniger belastende Möglichkeit, die Muskelkraft zu erhalten und zu verbessern, ohne die Schmerzen zu verschlimmern. Es hat sich als vielversprechend bei der Behandlung von Zuständen wie Fibromyalgie und anderen schmerzbezogenen Störungen erwiesen.

Knochengesundheit

Okklusionstraining kann sich positiv auf den Knochenstoffwechsel auswirken und somit Menschen mit Osteoporose oder anderen knochenbezogenen Erkrankungen zugutekommen, indem es die Knochengesundheit und -stärke fördert. Auch ein sehr relevanter Aspekt für Ältere und Senioren oder nach Knochenbrüchen.

Verbesserte Erholung

Die durch das BFR-Training geschaffene einzigartige metalbolische Umgebung unterstützt eine schnellere Muskelregeneration, was es zu einem wertvollen Werkzeug für Sportler und Personen in der Rehabilitation macht.

Durchführung des BFR-Trainings

Um Okklusionstraining effektiv in Training oder Therapie zu integrieren, sind geeignete Bänder oder Manschetten notwendig. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, worauf es bei der Anwendung zu achten gilt:

Auswahl des richtigen Equipments

Es gibt verschiedene Bänder, von einfachen elastischen Bändern bis hin zu fortschrittlichen pneumatischen Manschetten. Wichtig ist es, Bänder auszuwählen, die für die zu trainierenden Gliedmaßen geeignet sind, und dass siese bequem und einstellbar sind.

Richtige Bandplatzierung

Für optimale Ergebnisse werden die Bänder so hoch wie möglich an den Gliedmaßen angebracht, knapp unterhalb der Schulter für die Arme und unterhalb der Hüfte für die Beine. Die Bänder sollten eng anliegen, aber nicht so fest, dass der Blutfluss vollständig abgeschnitten wird.

Trainingsprotokoll

BFRT zeichnet sich durch leichten Gewichte aus, typischerweise 20-40% des Ein-Wiederholungsmaximums. Dabei werden hohe Wiederholungszahlen durchgeführt, etwa 25-40 Wiederholungen im ersten Satz, gefolgt von 10-20 Wiederholungen in den nachfolgenden Sätzen. Die Satzpausen sind kurz, etwa 20-30 Sekunden zwischen den Sätzen, um den erwünschten Stoffwechselstress aufrechtzuerhalten.

Sicherheitsüberlegungen

Zu beachten ist, dass es im Training keine Taubheitsgefühle oder übermäßige Schmerzen aufkommen. Die Enge der Bänder ist bei Bedarf anzupassen und eine sichere Anwendung steht stets im Fordergrund.

Anwendungsbereiche des BFR-Trainings

Rehabilitation

BFRT wird häufig in der Rehabilitation eingesetzt, um Patienten zu helfen, ihre Kraft zurückzugewinnen, ohne übermäßigen Druck auf ihre Gelenke und Gewebe auszuüben. Es ist besonders nützlich für die postoperative Genesung und das Management chronischer Schmerzen.

Athletische Leistung

Sportler können BFRT nutzen, um während Verletzungsphasen oder wenn traditionelles hochintensives Training nicht möglich ist, Muskelkraft und Hypertrophie zu verbessern. Es bietet eine Möglichkeit, die Kondition und Muskelmasse mit reduziertem Verletzungsrisiko aufrechtzuerhalten.

Allgemeine Fitness

Für die allgemeine Bevölkerung bietet BFRT eine zeiteffiziente und effektive Möglichkeit, die Muskelkraft und -größe zu verbessern. Es kann in reguläre Trainingsroutinen integriert werden, um maximale Ergebnisse mit minimalem Equipment zu erzielen.

Häufige Mythen über BFR-Training

Mythos 1: BFRT ist gefährlich

Wenn es korrekt durchgeführt wird, ist BFRT sehr sicher und effektiv. Hierbei ist es wichtig, den richtigen Trainingsanweisungen zu folgen, geeignete Ausrüstung verwenden und die individuelle Reaktion des Körpers auf den Trainingsreiz zu überwachen. Mit einem erfahrenen Trainer oder Therapeuten durchgeführt, können potenzielle Risiken vermieden werden.

Mythos 2: BFRT ist nur für Athleten und Bodybuilder

BFRT eignet sich für Personen aller Fitnessstufen, von Anfängern bis hin zu fortgeschrittenen Athleten. Die unterschiedlichen Anwendungsgebiete wurden bereits weiter oben beschrieben. Seine Vielseitigkeit macht es zu einer ausgezeichneten Option für jeden, der Kraft und Muskelmasse erhöhen möchte.

Fazit

Okklusionstraining ist eine leistungsstarke und vielseitige Methode zur Verbesserung der Muskelkraft und Hypertrophie bei gleichzeitiger Minimierung von Belastungen und Verletzungsrisiken. Seine einzigartigen Vorteile machen es für eine breite Zielgruppe geeignet, von Athleten bis hin zu Schmerzpatienten. Durch die Integration von BFRT in Training und Therapie können beeindruckende Ergebnisse mit geringeren Gewichten, reduzierten Schmerzen und kürzeren Erholungszeiten bei einer Vielzahl von Klienten erzielt werden.

Einen tieferen Einblick sowie praktische Anwendung des BFR Training besprechen wir in der Deutschen Neuro-Akademie im Neuro-Athletik Trainer Seminar.

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Einblick in die Neuroanatomie: Der Kortex im Detail https://neuroathletik-training.de/neuroanatomie-der-kortex Mon, 16 Sep 2024 14:09:42 +0000 https://neuroathletik-training.de/?p=10649 Unser Gehirn ist zweifellos das komplexeste und faszinierendste Organ in unserem Körper, das aus verschiedenen Bereichen (Hirnlappen) aufgebaut ist. Beleuchten wir einmal genauer die Neuroanatomie des Gehirns und hier insbesondere den Aufbau und die Funktionen des Kortex (oder auch Cortex geschrieben). Das Gehirn Das Gehirn ist ein unglaublich komplexes Organ, das aus

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Unser Gehirn ist zweifellos das komplexeste und faszinierendste Organ in unserem Körper, das aus verschiedenen Bereichen (Hirnlappen) aufgebaut ist. Beleuchten wir einmal genauer die Neuroanatomie des Gehirns und hier insbesondere den Aufbau und die Funktionen des Kortex (oder auch Cortex geschrieben).

Das Gehirn

Das Gehirn ist ein unglaublich komplexes Organ, das aus Milliarden von Neuronen besteht, die miteinander kommunizieren, um sämtliche körperlichen und geistigen Prozesse zu steuern. Der Cortex, auch Großhirnrinde genannt, ist dabei einer der zentralsten und wichtigsten Bereiche. Er ist verantwortlich für zahlreiche grundlegende Funktionen wie Denken, Fühlen, Handeln und vieles mehr. Der Cortex ist in vier Hauptbereiche unterteilt – den Frontal-, Parietal-, Temporal- und Okzipitallappen – die wir im Folgenden genauer betrachten und ihre jeweiligen Funktionen und Bedeutungen erörtern.

Der Frontallappen

Der Frontallappen befindet sich im vorderen Bereich des Gehirns hinter der Stirn. Er spielt eine entscheidende Rolle bei der Steuerung unserer Persönlichkeit und unseres Verhaltens. Dieser Bereich ist maßgeblich an rationalem Denken und Handeln beteiligt und hilft uns dabei, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen. Der Frontallappen (manchmal auch Stirnlappen genannt) ist zudem für die Sprachverarbeitung verantwortlich, was bedeutet, dass unsere Fähigkeit zu sprechen und zu kommunizieren stark von diesem Bereich beeinflusst wird. Darüber hinaus ist der Frontallappen entscheidend für die Initiierung von Bewegungen und spielt eine wichtige Rolle bei der Motivation.

Aufgaben des Frontallappens

  • Steuerung der Persönlichkeit und des Verhaltens
  • Rationales Denken und Problemlösung
  • Sprachverarbeitung und Kommunikation
  • Initiierung von Bewegungen
  • Motivation und Antrieb

Der Parietallappen

Hinter dem Frontallappen befindet sich der Parietallappen, der als sensorisches Zentrum unseres Gehirns fungiert. Alle sensorischen Informationen, die wir durch unsere Sinne – wie Sehen, Hören, Riechen und Fühlen – aufnehmen, werden hier verarbeitet und integriert. Der Parietallappen ist zudem für das nonverbale Gedächtnis verantwortlich, das sensorische Informationen mit anderen Gedächtnisinhalten verknüpft. Auch die räumliche Wahrnehmung, also unsere Fähigkeit, uns in unserer Umwelt zu orientieren und Bewegungen zu koordinieren, wird durch den Parietallappen gesteuert.

Aufgaben des Parietallappens

  • Verarbeitung sensorischer Informationen
  • Nonverbales Gedächtnis
  • Räumliche Wahrnehmung und Orientierung

Der Temporallappen

Der Temporallappen befindet sich seitlich im Gehirn hinter den Ohren. Er spielt eine wesentliche Rolle bei der Verarbeitung von auditiven Informationen und ist verantwortlich für unser Langzeitgedächtnis. Geräusche, Töne und Klänge werden hier verarbeitet und interpretiert, und unser Langzeitspeicher ermöglicht es uns, Informationen über lange Zeiträume hinweg zu speichern und abzurufen. Auch der Geruchssinn wird im Temporallappen verarbeitet, ebenso wie das Gleichgewicht, was diesen Bereich besonders wichtig für unsere alltägliche Funktionsfähigkeit macht.

Aufgaben des Temporallappens

  • Verarbeitung auditiver Informationen
  • Langzeitgedächtnis
  • Geruchssinn
  • Gleichgewicht und Koordination

Der Okzipitallappen

Der Okzipitallappen sitzt im hinteren Teil des Gehirns und ist primär für die visuelle Wahrnehmung verantwortlich. Alle visuellen Informationen, die wir durch unsere Augen aufnehmen, werden hier verarbeitet und interpretiert. Dieser Bereich hilft uns, Farben zu erkennen, Bewegungen zu analysieren und uns räumlich zu orientieren. Besonders für Therapeuten und Trainer ist der Okzipitallappen von großer Bedeutung, da er es uns ermöglicht, Bewegungen zu erkennen und zu analysieren, was für die Verbesserung von körperlicher Leistung und Koordination unerlässlich ist.

Aufgaben des Okzipitallappens

  • Visuelle Wahrnehmung und Verarbeitung
  • Farberkennung
  • Analyse und Erkennung von Bewegungen
  • Räumliche Orientierung

Wunderwerk Cortex

Der Cortex ist ein faszinierendes Organ, der in entscheidendem Maß zahlreiche lebenswichtige Funktionen steuert. Von der Persönlichkeit und dem rationalen Denken über die sensorische Verarbeitung bis hin zur visuellen Wahrnehmung – jeder Bereich des Cortex spielt eine einzigartige und wichtige Rolle. Durch ein besseres Verständnis dieser Funktionen können Trainer und Therapeuten nicht nur die Leistungsfähigkeit und Gesundheit ihrer Klienten verbessern, sondern auch deren Lebensqualität maßgeblich steigern.

Wenn du als Trainer oder Therapeut auch die Welt der Neuroanatomie verstehen möchtest und die funktionelle Neurologie in deine Arbeit integrieren möchtest, dann bietet dir unser Neuro-Basic Trainer den perfekten Einstieg.

FAQs

Was ist der Cortex und welche Funktionen hat er? Der Cortex, auch Großhirnrinde genannt, ist ein zentraler Bereich des Gehirns, der für viele grundlegende Funktionen wie Denken, Fühlen, Handeln, Sprache und Bewegung verantwortlich ist. Er besteht aus vier Hauptbereichen: dem Frontal-, Parietal-, Temporal- und Okzipitallappen.

Welche Rolle spielt der Frontalappen im Gehirn? Der Frontalappen ist für die Steuerung der Persönlichkeit, rationales Denken, Problemlösung, Sprachverarbeitung und die Initiierung von Bewegungen verantwortlich. Er spielt auch eine wichtige Rolle bei der Motivation und dem Antrieb.

Was macht der Parietallappen? Der Parietallappen fungiert als sensorisches Zentrum des Gehirns und ist für die Verarbeitung aller sensorischen Informationen, das nonverbale Gedächtnis und die räumliche Wahrnehmung verantwortlich.

Welche Funktionen hat der Temporallappen? Der Temporallappen ist entscheidend für die Verarbeitung auditiver Informationen, das Langzeitgedächtnis, den Geruchssinn und das Gleichgewicht.

Was ist die Aufgabe des Okzipitallappens? Der Okzipitallappen ist primär für die visuelle Wahrnehmung und Verarbeitung verantwortlich. Er hilft uns, Farben zu erkennen, Bewegungen zu analysieren und uns räumlich zu orientieren.

Wie kann man die Funktionen des Cortex trainieren? Es gibt verschiedene Übungen und Techniken, um die Funktionen des Cortex zu trainieren und zu verbessern, wie zum Beispiel kognitive Trainingsprogramme, sensorische Stimulation, Bewegungstraining und spezielle Übungen für die Sprach- und Gedächtnisverbesserung.

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Tiefgreifende Strategien zur Blutdrucksenkung: Perspektiven aus der Neuroathletik https://neuroathletik-training.de/blutdruck-natuerlich-senken-mit-neuroathletik-training-deutsche-akademie-fuer-neuro-performance Mon, 04 Mar 2024 10:59:34 +0000 https://neuroathletik-training.de/?p=9897 Bluthochdruck, medizinisch als Hypertonie bekannt, ist eine der am weitesten verbreiteten chronischen Erkrankungen, die weltweit Erwachsene betrifft. Traditionelle Behandlungsansätze neigen dazu, sich auf Medikation zu stützen, doch es wächst die Erkenntnis, dass ein integrativerer Ansatz erforderlich ist, um die zugrunde liegenden Ursachen anzugehen und nachhaltige Gesundheitsverbesserungen zu erzielen. Neurophysiologische Grundlagen der Blutdruckregulation

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Bluthochdruck, medizinisch als Hypertonie bekannt, ist eine der am weitesten verbreiteten chronischen Erkrankungen, die weltweit Erwachsene betrifft. Traditionelle Behandlungsansätze neigen dazu, sich auf Medikation zu stützen, doch es wächst die Erkenntnis, dass ein integrativerer Ansatz erforderlich ist, um die zugrunde liegenden Ursachen anzugehen und nachhaltige Gesundheitsverbesserungen zu erzielen.

Neurophysiologische Grundlagen der Blutdruckregulation

Die Regulation des Blutdrucks ist ein komplexer Prozess, der die koordinierte Interaktion zwischen Herz, Blutgefäßen und dem autonomen Nervensystem umfasst. Der Hirnstamm spielt dabei eine zentrale Rolle, insbesondere das Medulla oblongata, das als primäres Kontrollzentrum für die kardiovaskuläre Regulation fungiert. Es ist für das Feintuning des Blutdrucks verantwortlich, indem es sowohl die Herzfrequenz als auch den Tonus der Blutgefäße an die momentanen Bedürfnisse des Körpers anpasst.

Praxisnahe Übungen für die Blutdruckregulierung

Neuroathletisches Training bietet konkrete Übungen, die auf diesen neurologischen Prinzipien basieren:

  1. Das Zungenpendel: Die bilaterale Aktivierung durch das Zungenpendel spricht spezifische Neuronenverbände im Hirnstamm an, die mit der Regulation des Blutdrucks in Verbindung stehen. Diese Technik kann helfen, die autonome Balance zu fördern und somit den Blutdruck zu modulieren.
  2. Tiefes Summen: Summen ist eine Form der vagalen Stimulation, die darauf abzielt, den Parasympathikus zu aktivieren – den Teil des autonomen Nervensystems, der für Ruhe und Verdauung verantwortlich ist. Eine verstärkte parasympathische Aktivität kann zu einer Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks führen.
  3. Ohrmassage mit einem Wattestäbchen: Diese Technik nutzt die somatosensorischen und vestibulären Verbindungen im Gehirn. Durch die sanfte Stimulation des äußeren Ohrs können Verbindungen zum Hirnstamm aktiviert werden, die für die Blutdruckregulation von Bedeutung sind.

Diese Übungen sollen nicht nur symptomatisch, sondern ursächlich wirken, indem sie die neuralen Mechanismen unterstützen, die für die Aufrechterhaltung eines gesunden Blutdrucks entscheidend sind.

Abschließende Gedanken

Die Verwendung von neurozentrierten Übungen zur Blutdruckregulierung ist ein aufstrebendes Feld, das das Potenzial hat, die Art und Weise, wie wir kardiovaskuläre Erkrankungen behandeln und managen, zu revolutionieren. Es bietet eine ergänzende Methode, die zusammen mit traditionellen Ansätzen eingesetzt werden kann, um das Wohlbefinden zu verbessern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Vertiefung durch die “Neuro-Basic Trainer“-Ausbildung

Für diejenigen, die ein tieferes Verständnis dieser Methoden suchen und ihre Fähigkeiten als Trainer oder Therapeut erweitern möchten, bietet unsere Akademie die “Neuro-Basic Trainer“-Ausbildung an. Dieses Programm ist umfassend und basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaften, um praktische Fähigkeiten für die Anwendung neurozentrierter Übungen zu vermitteln.

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Isometrisches Kraft-Training https://neuroathletik-training.de/isometrisches-training Thu, 04 Jan 2024 11:09:25 +0000 https://neuroathletik-training.de/?p=9831 Isometrisches Training ist eine sehr effektive und dennoch häufig unterschätzten Trainingsmethode mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Es kann sowohl zur Kraft- und Leistungssteigerung als auch in der Therapie von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen angewendet werden. Vorteile und Nutzen des isometrischen Trainings Isometrischem Krafttraining bietet mehrere Vorteile: Isometrische Bewegungen sind im Vergleich zu konzentrischen und exzentrischen

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Isometrisches Training ist eine sehr effektive und dennoch häufig unterschätzten Trainingsmethode mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Es kann sowohl zur Kraft- und Leistungssteigerung als auch in der Therapie von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen angewendet werden.

Vorteile und Nutzen des isometrischen Trainings

Isometrischem Krafttraining bietet mehrere Vorteile:

  • Isometrische Bewegungen sind im Vergleich zu konzentrischen und exzentrischen Aktivitäten deutlich weniger komplex.
  • Aufgrund der geringeren Komplexität stellen isometrische Bewegungen eine geringe potenzielle Bedrohung für das Nervensystem dar.
  • Es bietet Transfereffekte auf die gegenüberliegende Körperseite.
  • Große Bewegungsumfänge können sicher erkundet werden.
  • Es kommt zu einer Kraftsteigerung.
  • Eine effektive und sichere Methode, die in der Behandlung von Schmerz eingesetzt werden kann.
  • Einfluss auf die interozeptiven Fähigkeiten.

So kann diese Trainingsform einfach und sicher in Rehamaßnahmen und Trainingsprozesse integriert werden und ist ein hervorragendes Mittel, um Dysbalancen und Kompensationen aufzubrechen.

Die neurologischen Zusammenhänge hinter isometrischen Kontraktionen

Auch wenn bei isometrischen Kontraktionen keine sichtbare Bewegung stattfindet, belegen Studien, dass die gleichen bewegungssteuernden Hirnareale (prämotorischer Kortex, motorischer Kortex, Kleinhirn, etc.) aktiv werden, wie bei konzentrischen und exzentrischen Bewegungen. So kann durch isometrisches Bewegungstraining eine Bewegungsoptimierung und Leistungssteigerung erreicht werden. Auch schmerzhafte exzentrische und konzentrische Bewegungen können durch ein gezieltes schmerzfreies isometrisches Training aufgearbeitet werden. Zusätzlich zeigt sich, dass isometrische Kontraktionen zu neuronaler Aktivierung im Insula Kortex führen (Ogoh et al., 2019). Die Insula, auch Inselrinde genannt, ist eine wichtige Struktur bei der Behandlung von Schmerzen, die berücksichtigt werden sollte. In diesem Gehirnbereich werden viele Informationen integriert und verarbeitet. Zusätzlich findet hier die subjektive Beurteilung der Intensität des erlebten Schmerzes statt. Die Insula ist außerdem für die Verarbeitung interozeptiver (körperinnerer) Informationen zuständig. Ist dieser Prozess beeinträchtigt, kann dies zu negativen Synptomen wie Verdauungsbeschwerden, emotionale Instabilität oder erhöhte Herzfrequenz führen. Durch seinen Einfluss auf den Insula Kortex kann das isometrische Training daher auch positiven Einfluss auf die interozeptive Genauigkeit nehmen und die beschriebenen Symptomatiken lindern.

Folgende neuronale Strukturen, werden bei isometrische Bewegungen aktiv:

  • Kontralateraler primär motorischer Kortex
  • Supplementär motorisches Areal
  • Mittelhirn
  • Frontallappen (pallidum cingulate Cortex)
  • Ipsilaterales Kleinhirn
  • Insula

Isometrisches Training in der Praxis

Für die Umsetzung des isometrischen Trainings empfehlen sich starre Bänder. Durch Sie lassen sich isometrische Kontraktionen in unterschiedlichen Positionen erreichen. Elastische Bänder sind nicht geeignet, da sie durch isometrische Anspannung vibrieren, was wiederum dazu führt, dass keine reine isometrische Bewegung stattfindet, sondern konzentrische und exzentrische Bewegungskomponenten unfreiwillig integriert werden. Das isometrische Training sollte in einem Umfang von insgesamt 60 bis 90 Sekunden durchgeführt werden. Dies kann bei Bedarf auf mehrere Sätze aufgeteilt werden.

„Überkopfdrücken“

Stellen Sie sich auf das starre Band und halten Sie es in einer Hand hinter dem Körper nach oben. Dort versuchen Sie, maximalen Widerstand gegen das starre Band auszuüben. Das Band ist auf Spannung. Da sich das Band nicht bewegt, entsteht eine isometrische Kontraktion. Achten Sie darauf, dass sich das Band wirklich nicht bewegt. Selbst kleinste Bewegungen im Band verändern die Kontraktionsform. Führen Sie die Übung zum Beispiel in 5 Sätze mit jeweils 10 bis 15 Sekunden durch. Sie können die Übung auch in verschiedenen Positionen ausführen: bei gebeugtem Arm, bei ausgestrecktem Arm auf Schulterhöhe oder bei gestrecktem Arm nach oben. Achten Sie insbesondere bei Endpositionen des Gelenks auf die Sicherheit und fangen Sie mit leichter Kontraktion an.

Hüftextension

Halten Sie sich fest und platzieren Sie ein starres Band sowohl an einem externen Ankerpunkt als auch um ein Bein. Drücken Sie ihr Bein mit maximalem Widerstand gegen das Band nach hinten und halten Sie die Kontraktion. Das Band sollte sich nicht bewegen. Führen Sie die Übung zum Beispiel in 3 Sätze mit jeweils 15 bis 20 Sekunden durch. Auch hier kann die Position variiert werden.

Einen tieferen Einblick in das isomatrische Training besprechen wir im Neuro-Athletik Trainer Seminar.

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Häufige Missverständnisse im Bezug auf Schmerzen https://neuroathletik-training.de/schmerzen-die-haeufigsten-missverstaendnisse Thu, 04 Jan 2024 06:35:01 +0000 https://neuroathletik-training.de/?p=8766 Nicht nur als Arzt, Therapeut und Trainer wird man immer wieder mit dem Thema Schmerzen konfrontiert. Auch im Alltag ist das Thema allgegenwärtig. Es besteht jedoch ein weit verbreitetes falsches Verständnis von Schmerzen. Dies führt nicht selten dazu, dass Schmerztherapien und – Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg mit sich bringen. Auch lässt sich durch

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Nicht nur als Arzt, Therapeut und Trainer wird man immer wieder mit dem Thema Schmerzen konfrontiert. Auch im Alltag ist das Thema allgegenwärtig. Es besteht jedoch ein weit verbreitetes falsches Verständnis von Schmerzen. Dies führt nicht selten dazu, dass Schmerztherapien und – Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg mit sich bringen. Auch lässt sich durch ein falsches Schmerzverständnis der Schmerz verschlimmern oder ihn erst entstehen.

In diesem Beitrag werden die häufigsten Missverständnisse angesprochen und ins rechte Licht gerückt.

🚫 Schmerzen entstehen im Körper!

Das erste Missverständnis besagt, dass Schmerzen im Körper entstehen, und zwar in den häufigsten Fällen dort, wo ein Problem besteht. Somit wird Schmerz als Eingangssignal in unser Gehirn definiert. Dies ist nicht der Fall!

Schmerzen entstehen in unserem Gehirn, und zwar nur dort. Es gibt keinen Schmerz in Knie, Rücken, Schulter oder anderen Stellen im Körper.
Eine gewebliche Veränderung kann unser Gehirn jedoch dazu veranlassen, einen Schmerz zu erzeugen. Muss aber nicht.

Betrachten wir nun die allgemeine Annahme, dass Schmerzen ein „Eingangssignal“ in unser Gehirn sind. In diesem Zusammenhang wird dann von Schmerzrezeptoren gesprochen. Diese senden ein Signal an unser Gehirn, wodurch dann der Schmerz entsteht.

Das ist falsch!

Es gibt keine Schmerzrezeptoren. Es gibt verschiedene Rezeptoren im Körper. All diese Rezeptoren werden durch unterschiedliche Stimuli wie Druck, Temperatur, etc. stimuliert und senden diese Informationen an das Gehirn. Eine bestimmte Gruppe der Rezeptoren sind die Nozizeptoren, die eine strukturelle Veränderung oder potenzielle Schädigung des Gewebes als Information an das Gehirn senden. Ist diese Veränderung so groß, dass unser Gehirn sie als Gefahr ansieht, ist Schmerz eine mögliche Reaktion darauf. Dies basiert aber nicht ausschließlich auf der Information der Rezeptoren. Die Rezeptoren sind lediglich ein Bestandteil des gesamten Prozesses der Gefahreneinschätzung.
Ausschließlich unser Gehirn entscheidet, ob es Schmerzen gibt oder nicht. Somit sind Schmerzen eher als Ausgangssignal unseres Gehirns zu verstehen. Damit versucht unser Gehirn unsere Handlungen zu beeinflussen, um eventuelle Schäden zu vermeiden oder zu reduzieren.

🚫 Schmerzen gehen immer mit einer Verletzung einher!

Schmerzen können immer dann entstehen, wenn unser Gehirn der Meinung ist, dass wir uns in Gefahr befinden. Diese Gefahr kann von einer Gewebeschädigung ausgehen, beispielsweise wenn in einen Nagel getreten wird und dieser die Fußsohle beschädigt.
Das Gehirn kann dann der Meinung sein, dass ein beschädigter Fuß das Laufvermögen einschränken wird. Dies kann eine Gefahr darstellen. Beschädigte Haut kann Erreger leichter eindringen lassen und so eine Bedrohung für den Körper darstellen. Somit lässt das Gehirn Schmerzen im Fuß entstehen, um uns dazu aufzufordern, etwas gegen den Nagel oder die offene Wunde zu unternehmen.

Allerdings können auch Schmerzen entstehen, ohne dass eine Schädigung des Gewebes vorliegt. Dies geschieht dann, wenn das Gehirn der Meinung, dass man sich in Gefahr befindet. Das Gehirn nutzt Schmerzen, um unsere Handlung zu beeinflussen und wieder mehr Sicherheit zu gewinnen.
Tatsache ist, dass bei jeder Schmerzerfahrung viele unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen, aber ob etwas schmerzt oder nicht, entscheidet allein das Gehirn. Und dies gilt ausnahmslos für alle Fälle!

🚫 Je größer der Schmerz, umso schlimmer muss die Verletzung sein!

Auch hier entscheidet allein das Gehirn, wie stark die Schmerzen empfunden werden. Der oben beschriebene Nagel kann große Schmerzgefühle auslösen. Allerdings kann das Gehirn auch der Meinung sein, dass diese Verletzung im Moment gar nicht zu Schmerzen führen muss. Vielleicht wäre ein schmerzender Fuß akut hinderlich, da man sich auf der Flucht vor einem gefährlichen Tier befindet oder man kurz davor ist, einen Marathonlauf zu gewinnen. In solchen Fällen kann das Gehirn entscheiden, dass der Nagel nicht so gefährlich ist oder andere Ereignisse wichtiger sind.

Ein anderes Beispiel ist die Beobachtung, dass manche Menschen bei gravierenden Verletzungen keinen Schmerz verspüren, jedoch bei leichten Verletzungen in anderen Situationen enorme Schmerzen haben. Der Surfer beschreibt den Hai Biss, als er sein Bein verloren hat, nur als dumpfen Schlag, aber nicht als Schmerz. Für den Klavierspieler ist der Wespenstich im Finger ein extrem schmerzhaftes Erlebnis.
Schmerzen sind somit immer im Zusammenhang zu betrachten und ihre Intensität steht nicht zwangsläufig im direkten Verhältnis zum Ausmaß der Gewebeschädigung, wenn eine solche die Ursache ist.

🚫 Ohne Schmerzen kein Erfolg – No Pain, no Gain!

Die Annahme, dass Schmerzen auszuhalten sind, um ein positives Ergebnis zu erzielen, hält sich hartnäckig. Sei es beim Training oder in der Therapie.
Manche Trainer oder Therapeuten halten noch heute dazu an, Schmerzen auszuhalten, um eine Verbesserung der Leistung zu erzielen.

Wird beim Training oder in einer Behandlung ein Schmerz empfunden so sieht das Gehirn eine Gefahr und möchte den Körper dazu auffordern, die Handlung zu verändern. Wenn diese Aufforderung kontinuierlich ignoriert wird, wird sich das Gehirn etwas Anderes versuchen, um die Handlung zu ändern.

Dies kann dazu führen, dass die Leistung schlechter wird, statt besser. Auch eine Verschlimmerung oder Verlagerung der Schmerzen ist möglich.

Wie Schmerzen uns beeinflussen – Die häufigsten Missverständnisse

Schmerzen entstehen ausschließlich im Gehirn und sind als Handlungsaufforderung dessen zu verstehen. Fühlt sich unser Gehirn unsicher, kann es mit Schmerzen auf diese Situation reagieren. Sie sind daher ein Output und gehen nicht zwangsläufig mit einer Verletzung einher.

Warum für eine erfolgreiche Schmerzbehandlung ein richtiges Verständnis von Schmerzen wichtig ist und weshalb man das Gehirn unbedingt mit einbeziehen muss, beschreibt Andreas Könings in der August Ausgabe 2021 der LeistungsLust.

Das Nervensystem als Auslöser für Schmerzen

In der Trainings- und Therapiewelt wird dem Nervensystem in Bezug auf Schmerz und Schmerzentstehung bisher meist zu wenig Beachtung geschenkt. Dabei kann ein fehlendes Verständnis von neuronalen Zusammenhängen, Schmerzen verschlimmern oder gar erst entstehen lassen. Für Trainer und Therapeuten ist es daher entscheidend zu verstehen, wie Schmerzen entstehen und unser Nervensystem dazu beiträgt.

Wie unser Gehrin mit Schmerz erreichen will und wie unser Nervensystem Schmerz steuert , beschreibt Andreas Könings in der Oktober Ausgabe 2021 der ShapUP Business.

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Interozeption https://neuroathletik-training.de/interozeption Thu, 14 Sep 2023 10:33:13 +0000 https://neuroathletik-training.de/?p=8668 Interozeption ist die Wahrnehmung unserer Innenwelt, die aus Signalen unseres Körperinneren besteht. Gesundheitliche Probleme wie Depression, Angstzustände, Reizdarm, Essstörungen, chronische Schmerzen, Brain Fog und Fatigue können auf eine interozeptive Dysfunktion hindeuten, bei der unsere Interozeption eingeschränkt ist. Interozeption ist wichtig, um ein homöostatisches Gleichgewicht im Körper aufrechtzuerhalten, Emotionen zu regulieren und die Leistungsfähigkeit zu

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Interozeption ist die Wahrnehmung unserer Innenwelt, die aus Signalen unseres Körperinneren besteht. Gesundheitliche Probleme wie Depression, Angstzustände, Reizdarm, Essstörungen, chronische Schmerzen, Brain Fog und Fatigue können auf eine interozeptive Dysfunktion hindeuten, bei der unsere Interozeption eingeschränkt ist.

Interozeption ist wichtig, um ein homöostatisches Gleichgewicht im Körper aufrechtzuerhalten, Emotionen zu regulieren und die Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Eine effektive Möglichkeit, die Interozeption zu verbessern, ist die Aktivierung des Vagusnervs, da der Vagus als seine Informationen direkt an die Inselrinde übermittelt. Diese Übungen können dazu beitragen, den eigenen Körper genauer wahrzunehmen und die Interozeptionsfähigkeit zu schulen.

In Artikel von Lisa Könings im Functional Trainer Magazin erfährst Du mehr über die Bedeutung der Interozeption für unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit zu erfahren, sowie erste Übungen zur Verbesserung der Innenwahrnehmung.

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Unilaterales versus bilaterales Training https://neuroathletik-training.de/unilaterales-versus-bilaterals-training Tue, 18 Jul 2023 11:11:05 +0000 https://neuroathletik-training.de/?p=9122 Im Krafttraining oder auch Fitnesstraining wird häufig ausschließlich bilateral trainiert. Dies trifft auf Grundübungen wie Kniebeuge, Kreuzheben und Bankdrücken zu oder auch auf sämtliche Gerätezirkel und Fitnesskurse. In den Köpfen von Trainierenden und auch Trainern ist häufig verankert: für ein richtiges und effektives Krafttraining muss ich beide Körperhälften gleichmäßig, also bilateral trainieren. Unilaterales Training

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Im Krafttraining oder auch Fitnesstraining wird häufig ausschließlich bilateral trainiert. Dies trifft auf Grundübungen wie Kniebeuge, Kreuzheben und Bankdrücken zu oder auch auf sämtliche Gerätezirkel und Fitnesskurse. In den Köpfen von Trainierenden und auch Trainern ist häufig verankert: für ein richtiges und effektives Krafttraining muss ich beide Körperhälften gleichmäßig, also bilateral trainieren. Unilaterales Training führt zu Disbalancen oder verstärkt diese zumindest. Aber ist das wirklich so?

In der Leistungslust 4/22 erklärt Andreas Könings, warum unilaterales Training eine effektive und zielführende Trainingsmethode ist und sogar Probleme beseitigen kann.

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Das Gleichgewichtssystem https://neuroathletik-training.de/gleichgewichtssystem Tue, 18 Jul 2023 10:59:20 +0000 https://neuroathletik-training.de/?p=9118 Einfach erklärt! Ein wichtiger Informationsgeber für unser Gehirn ist das Gleichgewichtssystem. Daher spielt es eine zentrale Rolle in der Neuroathletik. Unser Gleichgewicht ist ein entscheidender Faktor für unsere Leistungsfähigkeit und unsere Haltung. Erfahre im folgenden Video von Andreas, wie das Gleichgewichtssystem funktioniert und warum es in keinem guten Training fehlen darf:

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Einfach erklärt!

Ein wichtiger Informationsgeber für unser Gehirn ist das Gleichgewichtssystem. Daher spielt es eine zentrale Rolle in der Neuroathletik.

Unser Gleichgewicht ist ein entscheidender Faktor für unsere Leistungsfähigkeit und unsere Haltung. Erfahre im folgenden Video von Andreas, wie das Gleichgewichtssystem funktioniert und warum es in keinem guten Training fehlen darf:

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Visuelles Training https://neuroathletik-training.de/visuelles-training Tue, 18 Jul 2023 10:53:17 +0000 https://neuroathletik-training.de/?p=9115 Die visuelle Wahrnehmung spielt eine entscheidende Rolle im Alltag und beim Sport. Sehen ist eine Fähigkeit, die sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammensetzt. Für das Abrufen des vollen körperlichen Leistungspotentials ist das visuelle System ein ausschlaggebender Faktor. Auch im Functional Training Magazin 3/20 erklärt Andreas Könings, warum visuelles Training von so großer Bedeutung ist und

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Die visuelle Wahrnehmung spielt eine entscheidende Rolle im Alltag und beim Sport. Sehen ist eine Fähigkeit, die sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammensetzt. Für das Abrufen des vollen körperlichen Leistungspotentials ist das visuelle System ein ausschlaggebender Faktor.

Auch im Functional Training Magazin 3/20 erklärt Andreas Könings, warum visuelles Training von so großer Bedeutung ist und stellt Übungen vor, mit denen die visuelle Wahrnehmung überprüft und optimiert werden kann.

  • Visuelles Training – Die unterschätzte Trainingsform – Artikel lesen

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